Penetrationstest
Finden Sie die Lücken, bevor Ransomware-Operatoren es tun.
Zum Thema →Ransomware ist 2026 noch immer das teuerste Cyberrisiko für den Mittelstand – und gleichzeitig eines der besser beherrschbaren. Hier finden Sie die sieben Maßnahmen, die in der Praxis 90 % der Angriffe stoppen, bevor sie Schaden anrichten.
Ransomware ist Schadsoftware, die Daten oder ganze Systeme verschlüsselt und anschließend ein Lösegeld („ransom") für die Entschlüsselung fordert. Moderne Gruppen kombinieren dieses Vorgehen mit Datenklau („Double Extortion"): Sie drohen, die gestohlenen Daten zu veröffentlichen, falls nicht gezahlt wird – auch wenn Sie aus Backups wiederherstellen könnten.
Die Zahlen variieren je nach Studie – die Tendenz ist eindeutig.
Die romantische Vorstellung der „infizierten E-Mail-Anhänge" ist heute ein Randszenario. Moderne Ransomware-Operatoren arbeiten arbeitsteilig und professionell: sogenannte Initial Access Broker beschaffen den Erstzugang, andere Gruppen monetarisieren ihn.
In dieser Reihenfolge umsetzen – die ersten drei stoppen die meisten Angriffe bereits.
Pflicht für E-Mail, VPN, Cloud, Admin-Konten. Hardware-Schlüssel oder Passkeys statt SMS, wo möglich. Allein MFA stoppt einen Großteil aller Credential-basierten Angriffe.
Drei Kopien, zwei Medien, eine offline oder unveränderlich. Restore-Tests vierteljährlich – ein ungeprüftes Backup ist im Ernstfall meist wertlos.
VPN-Gateways, Firewalls und Internet-exponierte Dienste binnen 72 Stunden patchen. Ein veralteter VPN-Concentrator ist das aktuell häufigste Einfallstor.
Klassisches Antivirus reicht nicht. EDR-Lösungen erkennen verdächtiges Verhalten (z. B. Massen-Verschlüsselung von Dateien) und stoppen es automatisch.
Server, Client-Netze, Backup-Infrastruktur und Produktionsanlagen in getrennten VLANs. Ransomware soll sich nicht ungehindert über das gesamte Netz ausbreiten können.
Regelmäßige, praxisnahe Schulungen und Phishing-Simulationen. Mitarbeiter, die einen Vorfall melden, dürfen keine Konsequenzen fürchten – Meldekultur schlägt Sperrkultur.
Wer entscheidet was? Wer ruft Versicherung, Behörden, Pressestelle, externen Incident-Responder? Notfall-Telefonliste in Papierform im Tresor – wenn alle Systeme verschlüsselt sind, hilft kein PDF auf dem Server.
Die ersten Stunden entscheiden – diese Reihenfolge hat sich in der Praxis bewährt.
Infizierte Systeme vom Netz trennen – physisch oder per VLAN. Nicht ausschalten: Forensik braucht den RAM.
Geschäftsführung informieren, Krisenstab einberufen, externen Incident-Responder kontaktieren.
Forensische Images, Logs, betroffene Endpoints. Beweise sind später für Versicherung und ggf. Strafverfolgung relevant.
Innerhalb 72 Stunden DSGVO-Meldung bei der Aufsichtsbehörde prüfen, ggf. BSI-Meldung (KRITIS/NIS2), Cyber-Versicherung benachrichtigen.
Sicherheitsbehörden raten generell davon ab. Zahlen finanziert die Angreifer, garantiert keinen funktionierenden Decryptor und macht Sie zum bevorzugten Wiederholungsziel. Studien zeigen, dass selbst nach Zahlung nur ein Teil der Daten tatsächlich wiederhergestellt werden kann.
Nein. Moderne Ransomware-Gruppen suchen aktiv nach Backup-Servern, löschen Online-Backups und exfiltrieren Daten vor der Verschlüsselung. Backups müssen offline oder unveränderlich (immutable) sein und regelmäßig getestet werden.
In den ersten 4 Stunden entscheidet sich, wie groß der Schaden wird. Definieren Sie vorab, wen Sie anrufen (eigenes Team, externer Dienstleister, Cyber-Versicherung), wer entscheiden darf Systeme abzuschalten, und wo Ihre Kontaktliste offline verfügbar ist.
Eine Versicherung deckt finanzielle Schäden ab, ersetzt aber keine Schutzmaßnahmen. Versicherer fordern heute meist Mindeststandards (MFA, Backup, EDR), bevor sie Verträge abschließen oder Schäden regulieren. Prävention bleibt günstiger als jeder Versicherungsfall.
Im kostenlosen Erstgespräch ordnen wir Ihre konkrete Bedrohungslage ein und identifizieren die drei wichtigsten Maßnahmen für Ihre Situation – ohne Verkaufsdruck.
Quickcheck unverbindlich anfragenFinden Sie die Lücken, bevor Ransomware-Operatoren es tun.
Zum Thema →82 % aller Angriffe beginnen mit Phishing. Mitarbeiter als Filter.
Zum Thema →10 Sofortmaßnahmen für KMU – kostenlos zum Download.
Zum Leitfaden →